• 19.02.2026
  • Expertenwissen

embedded award 2026: Software Nominierungen

Die Jury hat die spannendsten Softwarelösungen ausgewählt. Lernen Sie die diesjährigen Nominierten kennen ...
Grafik mit verschiedenen Symbolen u.a. Wolke, Wlan, Briefumschlag
Vorentwickelte Teillösungen können die Effizienz und Zuverlässigkeit von eingebetteten Systemen erhöhen

Eine harte Echtzeit-Embedded-Datenbank, ein Motorsteuerungs-Funktionspaket mit Echtzeit-KI und eine sicherheitszertifizierte Softwareplattform für softwaredefinierte Fahrzeuge

Logo „eXtremeDB/rt“ auf blauem Hintergrund, darunter die Stichpunkte „Hard real-time DBMS“ und „Integrated flash support“.
Credits: McObject

eXtremeDB/rt

Aussteller: McObject
Halle/Stand: 4-238

eXtremeDB/rt ist die weltweit einzige Datenbank, die harte Echtzeitanforderungen vollständig erfüllt. Während klassische Datenbanksysteme, Flash Dateisysteme und Flash Translation Layer keine Deadlines kennen und dadurch deterministische Systeme blockieren, integriert eXtremeDB/rt einen echtzeitfähigen, transaktionalen FTL direkt in den Datenbankkern. So entsteht ein durchgängiger Software Stack, der vom Anwendungscode bis zum NAND Flash garantiert deadline-konforme Zugriffe ermöglicht.

Die Lösung führt mehrere technologische Durchbrüche zusammen: Transaktionen erhalten Deadlines, ein Echtzeit Scheduler orientiert sich an EDF- oder Prioritätsmechanismen des RTOS, Fortschritt und Abbrüche werden deterministisch überwacht, und ein Copy on Write Logging ersetzt das nicht deterministische Write Ahead Logging. Damit lassen sich komplexe Datenmengen sicher verarbeiten – selbst dann, wenn RAM nicht ausreicht und Flash-Speicher unvermeidbar ist.

Der USP: eXtremeDB/rt ist das einzige kommerziell verfügbare Hard Real Time DBMS. Andere Systeme werben zwar mit „Realtime“, erfüllen aber keine echten Echtzeitanforderungen.
eXtremeDB/rt steigert zudem die Nachhaltigkeit: Durch Eliminierung des FFS, Reduktion von Write Amplification und optimierte Flash Nutzung verlängert sich die Lebensdauer von Speichermedien – weniger Elektronikschrott, geringere Betriebskosten.

FP-IND-MCAI1

Aussteller: STMicroelectronics 
Halle/Stand: 4A-148

FP IND MCAI1 kombiniert feldbewährte Motorregelung mit Echtzeit KI, um Ausfälle in elektrischen Antrieben frühzeitig zu erkennen und Wartungskosten nachhaltig zu senken. Das Function Pack läuft auf dem STSPIN32G4 SiP mit integriertem STM32G4 MCU und erfasst synchron Motorströme sowie hochfrequente Vibrationen über den IIS3DWB Sensor. Ein mit NanoEdge™ AI Studio trainiertes ML Modell klassifiziert den Motorzustand direkt am Edge in drei Kategorien: Normalbetrieb, hohe Vibration und instabile Last – ohne Cloud, ohne externe Rechenlast.

Operator using a tablet in front of several orange industrial robots in a factory setting.
Credits: STMicroelectronics

Die Lösung basiert auf reproduzierbaren Datensätzen echter Hardware (EVLSPIN32G4 ACT & STEVAL MKI208V1K) und ist vollständig anpassbar: Anwender können Modelle für neue Motoren, zusätzliche Sensoren oder neue Fehlerbilder neu trainieren und die Firmware mit minimalen Änderungen auf weitere Plattformen portieren. Dank MCSDK Kompatibilität ist die Integration in industrielle Anwendungen schnell und risikoarm.
Der USP: Motorregelung und Edge AI in einem einzigen, produktionsreifen Paket, unterstützt durch STs Software Ökosystem, offene Datensätze und klar dokumentierte Workflows. FP IND MCAI1 ermöglicht effizientere, zuverlässigere und nachhaltigere Motorsteuerungen – mit messbar weniger Stillständen und Wartungseinsätzen.

Der USP: Motorregelung und Edge AI in einem einzigen, produktionsreifen Paket, unterstützt durch STs Software Ökosystem, offene Datensätze und klar dokumentierte Workflows. FP IND MCAI1 ermöglicht effizientere, zuverlässigere und nachhaltigere Motorsteuerungen – mit messbar weniger Stillständen und Wartungseinsätzen.

Schwarzes Logo mit geometrischer Symbolgrafik über dem Schriftzug „Alloy Kore“ und dem Untertitel „Foundational Vehicle Software Platform“.
Credits: Vector Informatik GmbH and QNX (a division of BlackBerry Limited)

Alloy Kore - Foundational Vehicle Software Platform

Aussteller: Vector Informatik GmbH and QNX (a division of BlackBerry Limited)
Halle/Stand: 4-278

Alloy Kore ist eine leistungsstarke, sicherheitszertifizierte Basissoftwareplattform für Software Defined Vehicles (SDVs), die entwickelt wurde, um die Fragmentierung der heutigen Automobil-Software-Stacks zu beseitigen. 

Anstatt OEMs zu zwingen, Betriebssysteme, Middleware, Kommunikationsstacks und Sicherheitsmechanismen über verschiedene ECUs hinweg wiederholt zu integrieren, bietet Alloy Kore eine vorintegrierte, produktionsreife Plattform, die Entwicklungsrisiken reduziert und Innovationen beschleunigt.
Die gemeinsam von Vector und QNX entwickelte Plattform kombiniert das sicherheitszertifizierte Echtzeitbetriebssystem von QNX mit der vorintegrierten Middleware von Vector und schafft so eine robuste, produktionsreife Softwarebasis für High-Performance-Computing (HPC). Ihre offene, klar strukturierte Architektur gewährleistet eine nahtlose Integration über Steuergeräte, Domänen und Fahrzeuggenerationen hinweg und unterstützt gleichzeitig die skalierbare und erweiterbare Entwicklung für aktuelle und zukünftige SDVs, die den Anforderungen von ISO 26262 (bis ASIL D) und ISO/SAE 21434 entsprechen. Diese tiefe Integration ermöglicht messbare Leistungssteigerungen – bis zu 85 % geringere Latenz, 50 % geringere CPU-Auslastung und mehr als 200 % höherer Netzwerkdurchsatz –, die sich direkt auf die hohe Leistung und sicherheitskritische Fahrzeugfunktionen auswirken.
Das Alleinstellungsmerkmal: Alloy Kore ist die erste vollständig integrierte, skalierbare „Foundational Vehicle Software Platform“ für zentralisierte und zonale Architekturen. Sie reduziert die Komplexität der Integration, verkürzt die Markteinführungszeit und ermöglicht stabile, OTA-fähige Fahrzeugsoftware – und bietet damit eine nachhaltige Grundlage für langfristige SDV-Strategien, Effizienz und kontinuierliche Innovation. OEMs können Hardware- und Software-Entwicklungszyklen voneinander entkoppeln, die Bereitstellung von Funktionen beschleunigen und ihre technischen Ressourcen auf Innovationen statt auf grundlegende Integration konzentrieren.