• 19.02.2026
  • Expertenwissen

embedded award 2026: Embedded Vision Nominierungen

Die Datenmengen und Datenraten sind bei eingebetteten Bildverarbeitungssystemen sehr hoch. Folglich sind die Anforderungen an die Systeme, ihre Komponenten und ihre Verbindungen viel höher als bei klassischen Sensorsystemen. Damit ist Embedded Vision der Motor der gesamten Branche. Auch die Nominierten in dieser Kategorie gehören zu den Treibern der Branche.
Optischer Versuchsaufbau mit einem grün leuchtenden Smiley‑Symbol auf einer Projektionsfläche und Linsen im Vordergrund.
Embedded Vision ist die treibende Kraft der gesamten Branche

Eine kompakte CAN-FD-Schnittstellenkarte, ein intelligentes Betriebswerkzeug vor Ort und eine integrierte ST-Plattform, die Bildverarbeitung, Entscheidungsfindung und Bewegung kombiniert.

Elektronikkarte mit mehreren seriellen Anschlüssen und Kabeln im Vordergrund; im Hintergrund ein Industrieroboter in einer Produktionsumgebung. Text: „Control Integration for Compact Vision Platforms“.
Credits: Cervoz Technology

CAN FD Expansion Cards(MEC-CAN-2F14i) for Compact Embedded Vision Systems

Aussteller: Cervoz Technology
Halle/Stand: 1-401

Die Cervoz CAN FD-Erweiterungskarte MEC-CAN-2F14i ermöglicht eine zuverlässige Synchronisation mehrerer Peripheriegeräte in kompakten Embedded-Vision-Systemen, indem sie vier vollständig isolierte CAN FD-Kanäle über einen einzigen M.2 PCIe x1-Steckplatz bereitstellt. Dadurch entfallen externe USB-zu-CAN-Konverter und überflüssige Verkabelungen, was die Komplexität des Systems reduziert, die EMI-Robustheit verbessert und eine sichere Zeitsteuerung zwischen Kameras, Beleuchtung, Auslösern und Bewegungsgeräten gewährleistet.

Ihre Innovation liegt in der Kombination aus vier unabhängigen CAN FD/CAN 2.0 Kanälen, portweiser Isolation und hoher mechanischer Flexibilität: Das 3 in 1 Breakaway Design unterstützt 2242 , 2260  und 2280 Formfaktoren, während schaltbare Split Terminatoren eine schnelle Bus Anpassung ohne Löten ermöglichen. So lassen sich Beleuchtung, Motion Feedback und Trigger Signale sauber voneinander trennen – für bessere Fehlereingrenzung und vereinfachte Systemvalidierung.

Im Wettbewerb überzeugt die MEC CAN 2F14i durch ihr „One SKU Fits All“-Konzept, industrielle Robustheit ( 40 °C bis +85 °C, 15 kV ESD) und höchste EMV Festigkeit. Gleichzeitig unterstützt das integrierte Design nachhaltige Systemarchitekturen: Weniger externe Module, weniger Materialverbrauch und eine längere Nutzungsdauer durch Wiederverwendbarkeit über mehrere Gerätegenerationen hinweg.

Memorence Operagents

Aussteller: Memorence AI 
Halle/Stand: 3-439

Memorence Operagents bringt Echtzeit-Intelligenz direkt in den Frontline-Betrieb. Das System unterstützt Industrie- und Servicepersonal, indem es den visuellen Kontext, die Absichten der Benutzer und die Verfahrensschritte in Echtzeit versteht. Dies gewährleistet die zuverlässige Ausführung komplexer SOPs, reduziert menschliche Fehler und passt sich sofort an veränderte Bedingungen an, ohne dass eine erneute Schulung erforderlich ist.

Monitoranzeige eines KI‑gestützten Systems zur Montage‑ und Qualitätsunterstützung, mit Bildern einer Hand, die ein Teil einsetzt, und farbigen Markierungsrahmen.
Credits: Memorence AI

Das Herzstück ist eine von Memorence AI für Echtzeit-Betriebsumgebungen entwickelte, sofort lernfähige KI auf dem Gerät. Operagents integriert eingebettete Bildverarbeitung, multimodale Sensorik und adaptives Lernen in einer kompakten eingebetteten Plattform. Die Plattform umfasst auch Bild-Sprach-Modelle (VLM) und natürliche Sprachinteraktion, was ein kontextuelles Verständnis und erklärbare Anleitungen direkt vor Ort ermöglicht. Sie liefert Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sofortige Validierung und kontextbezogene Erklärungen – vollständig offline, mit geringer Latenz und unter Einhaltung strenger Datenschutzanforderungen.

Im Vergleich zu herkömmlichen KI-Lösungen, die bei der Erkennung oder Analyse aufhören, schließt Operagents die Lücke zwischen Wahrnehmung und Aktion innerhalb von Betriebsabläufen. Korrekturen durch den Bediener werden sofort umgesetzt, was eine schnelle Anpassung neben herkömmlichen Umschulungsprozessen ermöglicht.

Das System kann in realen Produktionsumgebungen eingesetzt werden, ohne dass spezielle Vorrichtungen oder kontrollierte Beleuchtungsgehäuse erforderlich sind. Memorence Operagents erhöht die Qualität und Konsistenz, indem es Fehler frühzeitig im Arbeitsablauf verhindert und eine zuverlässige Ausführung unterstützt. Das Ergebnis ist ein praktisches und skalierbares Rahmenwerk für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI für zuverlässige industrielle Abläufe.

Close‑up of a black mechanical robotic hand with articulated finger joints.
Credits: STMicroelectronics

Vision, Decision, Motion - ST product chain in humanoid robot

Aussteller: STMicroelectronics 
Halle/Stand: 4A-148

Vision, Decision, Motion vereint erstmals KI basierte Gestenerkennung, deterministische Steuerung und hochkompakte Mehrachs Antriebe in einer durchgängigen ST Plattform. Statt heterogener Systeme aus mehreren Lieferanten nutzt die Lösung ausschließlich ST Chipsätze – von Edge Vision AI über kinematische Steuerung bis zum 6 Achs Drive. Damit reduziert sie Integrationsaufwand, Debug Risiken und Platzbedarf erheblich.

Die Plattform läuft vollständig auf ST Hardware: Ein STM32N6 verarbeitet MediaPipe basierte Hand Landmarks mit 30 fps direkt am Edge, der STM32MP257 übernimmt als Soft PLC Echtzeit Kinematik und Trajektorienplanung. Der 6 DoF Antrieb ist auf einer einzigen 6 × 6 cm PCB integriert – ein neuer Kompaktheits Benchmark für Robotik Endeffektoren.

Das Alleinstellungsmerkmal liegt in der nahtlosen Vision → Decision → Motion Integration: NPU beschleunigte Wahrnehmung, heterogene Steuerung und ultrakompakte Motion Hardware arbeiten in perfekter Firmware Koordination. Dadurch entsteht ein deterministisches, industrietaugliches Verhalten ohne Multi Vendor Komplexität. Proprietäre Firmware Mapping Methoden, PCB Designs und IP geschützte Integrationsverfahren sichern die technologische Differenzierung.

Diese Kompaktheit der Betätigung wird durch die neueste Technologie der STSPIN900-Serie für die Bewegungssteuerung ermöglicht, die präzise und kraftvolle Bewegungen auf engstem Raum ermöglicht.

Mit reduziertem Materialeinsatz, energieeffizienten STSPIN Treibern und langer Bauteilverfügbarkeit bietet die Plattform außerdem klare Nachhaltigkeitsvorteile. Vision, Decision, Motion bildet damit die Basis für skalierbare humanoide Roboter mit hoher Performance, geringem Footprint und maximaler Design Effizienz.